Minarettverbot

Manchmal mag ich es kurz und knapp.  So auch heute morgen, an dem mein Blog das erste Mal bei „jesus.de“ eingestellt ist. Heiße Diskussionen allerorten zum Schweizer Volksbegehr und Minarettverbot. Gestern Abend: interessante und hitzige Runde bei Plasbergs „hart aber fair“. Meine Sicht in einigen kurzen Statements.

Ich halte ein Minarettverbot, wie er nun in der Schweiz ausgesprochen wurde, für nicht gut. Die Schweizer Bürger haben aber so abgestimmt und das ist zu respektieren und nicht vorschnell als „islamophob“ zu beurteilen.

Die Aufschreie, vor allem auch vom türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, sind unglaubwürdig, so lange er (und andere Verantwortungsträger) nicht in ihrem Einflussbereich mehr für Religionsfreiheit tun.

Umgekehrt dürfen wir nicht deutsche oder schweizerische Bürger mit islamischem Glauben verantwortlich machen dafür, was in vielen islamisch dominierten Ländern an Unfreiheit bis hin zur Verfolgung herrscht.

Dass die Höhe von Kirchturm oder Minarett so wichtig wird, zeigt nur wieder einmal, wie sehr es in dieser Welt um „Macht“ oder „Machtdemonstrationen“ geht. Jesus ging es darum genau nicht. Seine Macht ist von einer anderen Qualität! Sein Reich ist nicht von dieser Welt.

Mir gefällt nach wie vor der spaßige und doch auch ernsthafte Einwurf: „Die größte Gefährdung unserer Zeit ist der ‚is-lahm’: Der Gottesdienst is lahm, unser Vertrauen in Jesus is lahm, unsere Nachfolge is lahm“. Ich bitte, mich nicht zu zitieren mit dem Satz: „Der Ansgar Hörsting hat gesagt, dass die größte Gefährdung unserer Zeit der is-lahm sei“. Denn der unbedarfte Leser fragt sich dann, wie es um meine Orthographie bestellt ist. Außerdem wird er den satirischen Ton dieses Satzes nicht verstehen und das ist gefährlich.

Vor allem anderen brauchen wir eine lebendige Beziehung zu Jesus, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist (Matthäus 28).

2 Kommentare zu „Minarettverbot

  1. Jetzt rufen alle islamischen Länder auf, die Schweizer Banken zu boykottieren. Sollen sie es doch machen, aber ob das was bringt. Naja.

    Mit dem is lahm hast du manchmal schon recht. Viele Sachen sind einfach lahm geworden, manchmal schläft man ein. Dann sind wieder Dinge (Kreise oder Gebete, oder auch nur Predigten oder Andachten notwendig) um die Leute wieder wachzurütteln.

    Du hast auch recht, dass man die eigenen Landsleute (schweizerische oder deutsche Muslime) nicht für die Verfolgung der Christen in islamischen Ländern verantwortlich machen kann.
    Doch der Erdogan nimmt mal wieder den Mund ziemlich voll. Was aber auch ins Klischee passt. Viele Türken kommen hierher und stellen Forderungen, was ja auch ihr Recht ist. Aber manchmal scheint es fast so, dass sie NUR noch Forderungen stellen und nicht mehr aufhören damit.

    Ist ein guter Beitrag.

    Grüße aus Calw, Tobias

  2. Also dein Spruch mit is-lahm finde ich eigentlich recht treffen und er bietet sich geradezu an zitiert zu werden. Er bringt einige unserer Probleme humorvoll auf den Punkt.

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