Seligsprechung

Johannes Paul II soll seliggesprochen werden. Damit rückt er auf in die Schar derer, die röm.-kathol. Christen anrufen und verehren können. Ein Wunder, durch seine Fürsprache bewirkt, soll den Ausschlag gegeben haben, höre ich in den Medien. Überhaupt ist das in vielen Sendungen eine Nachricht wert. Ich wundere mich über diese Art der Religion, die sich christlich nennt.

Verstorbene Menschen werden zu Besonderheiten in der göttlichen Welt gemacht. Sie werden angerufen. Sie sollen Wunder bewirken. Was ist das für eine Vorstellungswelt? Sie entspricht in keiner Weise der Bibel.

Diese Verfahren der Selig- und Heiligsprechung verwirren anstatt auf Jesus Christus hinzuweisen. Ich habe Sympathie für Menschen, die es nicht besser wissen und deren Herz voller Hingabe und Liebe ist, die sich dann eben auch an (verstorbene) Menschen richtet. Ich habe keine Sympathie für eine Kirche und ein Lehrsystem, das dies fördert, anstatt Jesus Christus als den einen Mittler zwischen Gott und Menschen zu beschreiben, der alleine angebetet werden soll und der keine weiteren Mittler braucht.

18 Kommentare zu „Seligsprechung

  1. Ich komme aus einer katholischen Familientradition. Vor 6,5 Jahren besuchte ich eine freievangelische Gemeinde, wurde durch den Lobpreis im Gottesdienst und Predigt sehr tief berührt. Nach dem 3. Gottesdienstbesuch nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und ging nach vorne, folgte der Aufforderung für mich beten zu lassen. Das war eine Form, die ich so nicht kannte, ein Gebet das direkt an Jesus Christus gerichtet wurde, wie ein Gespräch mit ihm. Ich kannte aus der katholischen Kirche bisher nur die vorgefertigten Gebete oder Gebete, die gebetsmühlenartig laut ausgesprochen werden. Freiformulierte Gebete direkt an Jesus waren mir völlig unbekannt. Durch wöchentlichen Kontakt mit einer kleinen Gruppe von Menschen dieser FeG erfuhr ich noch viel mehr von dieser „persönlichen Beziehung zu Jesus“. Es fiel mir nicht leicht selber laut zu beten, aber heute ist es meine Lebensgrundlage geworden.
    Jesus braucht keine Mittler!!
    Ich verstehe sehr viele „Vorgänge“ der katholischen Kirche nicht. Eines davon ist die Heiligenverehrung. Dieser „Kult“ kann nicht richtig sein.
    Weshalb hält die katholische Kirche ihre Schäflein davon ab selbständig vor Jesus zu stehen, ihm alles zu sagen was sie drückt, ihm zu danken, ihn zu bitten – für sich selber & für andere, ihm zu vertrauen, auf ihn zu hören und ihm gehorchen zu lernen. Das ist jedem Menschen, ohne Vermittler möglich! Indem wir uns selber mit dem Wort Gottes beschäftigen, lernen wir unseren himmlischen Vater & Jesus immer besser kennen & können selber erkennen wie wir leben sollen.
    Ich glaube die katholische Kirche behält sich durch viele ihrer „Vorgänge“ und „Verfahren“ die Unselbständigkeit & somit Abhängigkeit ihrer Gläubigen.
    Und dazu gehört für mich auch die Seligsprechung. Ich frage mich, wem dient so ein Verfahren?
    Zu viele „Vorgänge“ der katholischen Kirche, die ich nicht mehr verstehen kann & die ich teilweise als menschengefährdend erlebe, haben mich dazu bewogen aus dieser Religionsgemeinschaft auszutreten. Und sogar das war ein schmerzhafter, schuldgefühlbeladener, schwieriger, langwieriger Prozess. Laut Katechismus der katholischen Kirche bin ich aufgrund meiner persönlichen Überzeugungen und Handlung & damit einhergehender Ablehnung vieler ihrer aufgestellten Kirchendogmen „verdammt“.
    & das kann nicht sein!!!!! Das allein obliegt Gott & nicht den Menschen.

    1. Hallo Gudrun,
      ich bin katholisch aufgewachsen, war nach langen Jahren der Distanz zu Glauben, Gott und Kirche dann kurzzeitig in einigen Freikirchen und habe mich dann aber wieder bewusst für die katholische Kirche entschieden.

      Ich erlebe in der katholischen Kirche, dass man für sich beten lassen kann, dass man selbst freie Gebete formuliert und dass man selbständig vor Jesus Christus stehen kann und ihm alles anvertrauen kann. Die katholische Kirche hält also die Menschen nicht davon ab. Wenn du das nicht erlebt hast, dann ist das schade und traurig und dann ist sicher was schief gelaufen in deinem katholischen Umfeld. Aber deine Erfahrungen sind nicht pauschal auf die ganze katholische Kirche anwendbar.

      Auch auf die Wichtigkeit der persönlichen Beziehung zu Gott wird in der katholischen Kirche – in Predigten, in Seminaren u.ä. – immer wieder hingewiesen. Sicher gibt es auch viele vorgefertigte Gebete – die sind sinnvoll im Gottesdienst z.B. – aber selbstverständlich spielt auch das freie Sprechen mit und zu Gott in der katholischen Kirche eine große Rolle.

      Ich freue mich, dass du eine Gemeinde gefunden hast, in der du deinen Glauben an Jesus Christus so leben kannst, wie es für dich richtig ist.

  2. Amen, Brother, preach it! 😉

    Darf ich Ihren Beitrag ins Polnische übersetzen und auf meinem Facebookprofil posten? (natürlich mit Quellen- und Autorenangabe)

    Gruß aus Breslau
    Markus Karzelek

  3. Es ist gut, nicht alles zu glauben, was die Medien schreiben. Insbesondere nicht, wenn es um Religion geht. Journalisten leisten gute Arbeit, so gut sie eben können. Sie vereinfachen, weil alle Leser komplexe Zusammenhänge verstehen sollen. Die wenigsten sind in der katholischen Vorstellungswelt zuhause. So werden die notwendigen Vereinfachungen oft schief, das müssen wir mehr und mehr erleben. Darum ist es gut, der Zeitung und dem Fernsehen nicht alles zu glauben, statt dessen sich Informationen von kompetenten Stellen zu holen.

  4. Lieber Herr Hörsting,
    als jemand, der in einem Jugendkreis der FeG zum lebendigen, persönlichen Glauben an Jesus Christus gekommen ist und sich jetzt auf dem Weg der Konversion von der evangelischen Kirche (als Säugling „hineingetauft)“ zur katholischen Kirche befindet, fühle ich mich angesprochen, Ihren Artikel zu kommentieren.

    Erst einmal möchte ich sagen, wie schade ich es finde, auf welche Art und in welchem Ton Sie Ihr Statement abgeben. Es klingt für mich recht herablassend, aber vielleicht ist das nur subjektive Betroffenheit meinerseits.

    Ihr Argument ist, dass es unbiblisch sei, dass verstorbene Menschen „zu Besonderheiten gemacht werden, angerufen werden, Wunder bewirken“ und so zu Mittlern gemacht werden, die den Weg zu Gott verstellen.

    Ich habe nicht Theologie studiert und ich befasse mich erst seit Kurzem mit den Lehren der katholischen Kirche. Aber ich weiß, dass es durchaus auf der Bibel beruht, dass diejenigen, die ewiges Leben erlangen, mit verschiedenem „Lohn“ in den Himmel eingehen (1. Kor 3,12-15). Also gibt es schon „besondere“ Menschen und andere Menschen. In der katholischen Kirche werden erstere eben in einem (übrigens sehr aufwändigen) Verfahren als Heilige „erkannt“. Ich möchte mich jetzt nicht weiter in Bibeldiskussionen ergehen – nur ein Gedanke: Hier auf dieser Welt ist es uns ein Bedürfnis, gerade in Notsituationen andere Christen um Fürbitte zu bitten. Die katholische Kirche lehrt, dass die Heiligen im Himmel bei Christus ist – warum sollen wir nicht auch sie um Fürbitte bitten – und nichts anderes ist hier gemeint. Wenn ich jemanden bitte, für mich zu beten, wird er doch dadurch kein weiterer Mittler zu Gott.

    Diese „besonderen“ Menschen sind mir persönlich Vorbilder im Glauben und ermutigen mich. Sie zeigen mir. wie ein Lebensweg mit Christus aussehen kann. Ich sehe die Heiligen als Teil unserer großen christlichen Familie. Und Wunder bewirken übrigens nicht die Heiligen, sondern natürlich Gott. Es wird mit einem bestimmten Heiligen durch seine Fürbitte in Verbindung gebracht.

    Ich gebe Ihnen insoweit recht, dass es in der katholischen Kirche sicherlich im Bereich der Volksfrömmigkeit „Auswüchse“ gibt, die nicht mehr in Ordnung sind. Dies entspricht aber nicht der offiziellen Lehre der Kirche. Im Übrigen ist die Anrufung der Heiligen zur Fürbitte nicht verpflichtend oder gar heilsnotwendig für einen Katholiken.

    Mit Ihrem Artikel sind Sie nah daran, die katholische Kirche wegen dieser vermeintlich unbiblischen Lehre als nichtchristlich hinzustellen. Ich finde dies sehr schade. Diese extrem ablehnende Haltung ist mir aber gerade in Freikirchen nicht neu. Ich wünsche mir, dass die freikirchlichen Christen sich, bevor sie Kritik äußern, eingehend und wenn möglich neutral über die katholische Kirche informieren und nicht auf die oberflächlichen Informationen hereinfallen, die allgemein kursieren und meist nicht fundiert genug die tatsächliche Haltung der Kirche und die (biblischen) Argumente wiedergeben.

    In Christus verbunden.

    1. Liebe/r C.Christen,

      ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Es tut mir Leid, wenn ich herablassend herüberkam. Ob es an Ihrer Wahrnehmung oder an meinem Herzen lag, das weiß ich nicht genau. Die Gefahr besteht immer, wenn man kritisiert, dass man über das Ziel hinausschießt. Ich möchte nicht herablassend sprechen – aber deutlich. Ich möchte meine Brüder und Schwester in der röm.katholischen Kirchen wertschätzen – aber die Kirche kritisieren dürfen. Ich weiß, dass ich von vielen in anderen Kirchen ein Menge lernen kann und dass mir viel voraus sind im Glauben. Aber ich muss Dinge beim Namen nennen, die aus meiner Sicht falsch sind. Ganz sicher: andere Christen sollen mir Vorbild sein, auch verstorbene. Aber darum geht es wahrlich nicht in meiner Kritik, das ist sicherlich rübergekommen. Bitte glauben Sie mir: ich habe mich sehr intensiv mit den Lehren der römisch-katholischen Kirche beschäftigt und ich kenne manche Stärken. Ich nehme für mich doch inzwischen das Recht in Anspruch, dazu auch kritisches zu sagen, zumal ich selber in ihr aufgewachsen bin. Aber schließlich: mir ist es fern (und wenn Sie meine Artikel überblicken werden Sie ansonsten keinen finden, der andere Kirchen kritisiert!), lediglich über andere zu schreiben, sie zu kritisieren. Ich möchte ja viel lieber aufbauen und ermutigen und „Gutes sagen“ (=segnen). Dieser eine Artikel sei mir gestattet aus aktuellem Anlass…und weil es aus allen Nachrichten quillt. Und das wird es dann auch bei der Seligsprechung selber. Da kann man sich ja gar nicht entziehen und dann muss man auch mal etwas sagen dürfen.
      Mit herzlichen Grüßen
      Ansgar Hörsting

      1. @C. Christen
        Ich gebe Ihnen teilweise Recht, nämlich dass es einen himmlischen Lohn gibt (Paulus in 2Tim 4,8: …“aber nicht nur für mich, sondern auch alle, die seine Erscheinung lieb haben und auf ihn warten.“).

        Der Unterschied zwischen katholischer und reformatorischer / evangelischer Lehre beim Heiligenverständnis ist: Für Katholiken sind bestimmte Menschen heilig (nach strengen Kriterien!), für Evangelische (und nach dem Neuen Testament) sind das alle Christen. Alle Christen sind also „Heilige“, oder „durch Gott Geheiligte“!

        Ich kann die Sehnsucht nach etwas Greifbarem, etwas zum Anfassen, gut verstehen. Die Vorstellung, einen Menschen anrufen zu können, den man kürzlich noch auf der Erde sehen konnte, muss verlockend sein, weil es einen so direkt am Himmel teilhaben lässt. Übrigens lässt sich auch kirchengeschichtlich beobachten, wie diese Sehnsucht letztlich zur heutigen Praxis der Heiligenverehrung geführt hat – in den ersten Jahrhunderten gab es diese Vorstellung nämlich noch nicht. Aber diese Sehnsucht verbreitert den Graben zwischen Gott und den Menschen. Das Wunderbare am christlichen Glauben ist doch, dass jeder Mensch – egal wie gut oder schlecht – einfach zu Jesus kommen kann!
        Übrigens gibt es nach evangelischem Verständnis auch so etwas wie „katholische“ Heilige (siehe Luther) – mit dem riesigen Unterschied, dass Menschen wie Papst Johannes Paul II., Paulus oder Luther selbst als (Glaubens-)Vorbilder dienen. Niemals dienen sie aber dazu, um diese „Heiligen“ selbst an Gottes Stelle anzurufen. Wenn man eine Biographie eines beeindruckend an Gott festhaltenden Menschen liest, kann einem das wirklich helfen, selber im Glauben zu wachsen. Aber Empfänger unserer Gebete ist Gott allein. Verstorbene Menschen anzurufen und sich auf ihre Wundertätigkeit zu verlassen – und das würde ich auch in dieser Deutlichkeit sagen – ist keine christliche Lehre, sondern Irrlehre.

        Nichtsdestotrotz kann ich die Anziehungskraft der katholischen Kirche gut verstehen. Sie steht – ganz im Gegensatz zu heutigen evangelischen Kirchen – für ein klares Profil in Glaubensfragen. Dennoch: Wie wäre es, sich vor dem Wechsel in die Römisch-Katholische Kirche noch ein paar andere Gemeinden anzuschauen – nach dem Motto „prüfet alles und das Gute behaltet“?

      2. Lieber Herr Hörsting,
        ich bin sehr positiv überrascht über Ihre Antwort. Da kommt bei mir viel Verständnis, Entgegenkommen und echtes Bemühen um aufrichtige Kritik an – das finde ich ganz erstaunlich und bin ich von anderen Foren und Blogkommentaren gar nicht gewohnt 🙂
        So kann ich Ihre Kritik auch ganz anders einordnen. Danke dafür!

        Ich habe das Umgekehrte erlebt was Gudrun, die erste Antwortschreiberin erfahren hat. Ich bin evangelisch getauft, war dann (umzugsbedingt) in verschiedenen Freikirchen. Nach dem letzten Umzug bin ich nicht mehr „heimisch“ geworden in einer der Freikirchen und ging als allerletzte Alternative mal in die katholische Kirche. Ich habe dort meinen Glaubensstil wiedergefunden, in der Liturgie, in all den symbolhaften Handlungen, im Knien und in der Eucharistie. Ich war erstmal entsetzt! Aber seitdem zieht es mich gewaltig in diese Kirche …

        Ich will aber versuchen offen zu sein und auch die dunklen Seiten und die Irrtümer der Katholischen Kirche anschauen. Vielleicht haben Sie oder einer der Mitschreiber einen Buchtipp oder einen anderen Medientipp hierfür?

        Liebe Grüße
        Claudia Christen

        @ Nico
        Vielen Dank für den Hinweis und das Verständnis. Danke auch für den fürsorglichen Tipp, noch andere Gemeinden anzusehen. Wie schon oben geschrieben, war die katholische Kirche meine „letzte Alternative“. Ich bin noch weit davon entfernt zu konvertieren, aber ich ziehe es ernstlich in Betracht.

      3. Allein die Aussage „Ich habe Sympathie für Menschen, die es nicht besser wissen…“ empfinde ich schon als etwas herablassend. Es ist ja nicht nur eine evtl. unreflektierte Volksfrömmigkeit, die Heilige als Fürbitter sehen, sondern durchaus auch Menschen, die viel Zeit dem Studium der Theologie gewidmet haben.

      4. Ja, das kann ich verstehen. Danke für diesen Hinweis. Ich merke: da kann selbst eine Aussage, die Sympathie bekunden soll, herablassend wirken. Auf der einen Seite ist für mich diese von mir kritisierte Sichtweise, auch wenn sie nach dem Studium der Theologie oder gerade dann, besteht, nicht nachvollziehbar. Auf der anderen Seite möchte ich auch bei klarer Positionierung nicht von oben herab sprechen. Es tut mir Leid, dass das dann doch geschieht. Ich lösche den Satz trotzdem nicht aus meinem Blog – zumindest jetzt noch nicht – weil sonst diese Kommentare und Reaktionen nicht nachvollziehbar sind. Vielleicht gelingt es Ihnen dennoch, dass Sie vor allem meine Sympathiebekundung lesen? Darum ging es mir in erster Linie.

      5. Ich habe in meinem Blog auch mal über dieses Thema nachgedacht: (http://weihrausch.wordpress.com/2011/01/27/gebet-zu-den-heiligen) Durch einen Kommentar bin ich auf dieses Posting hier aufmerksam geworden.
        Ich bin nach 17 Jahren in Freikirchen – acht davon als Heilsarmeeoffizierin – wieder in die kath. kirche zurück gegangen. Naturgemäß habe ich mir Vieles an katholischer Praxis wieder neu ansehen müssen, und mit manchen Frömmigkeitsformen werde ich wohl nie warm werden. Muss ich auch nicht! Das Gebet zu Heiligen gehört für mich dazu. Trotzdem hat mich ein Bibeltext – der Hauptmann von Kapernaum – darüber nachdenken lassen, ob es wirklich so verwerflich ist, sich an Fürsprecher zu wenden (auch wenn ich selbst damit nicht viel anfangen kann).

  5. Hallo Nico,

    du schreibst:

    „Der Unterschied zwischen katholischer und reformatorischer / evangelischer Lehre beim Heiligenverständnis ist: Für Katholiken sind bestimmte Menschen heilig (nach strengen Kriterien!), für Evangelische (und nach dem Neuen Testament) sind das alle Christen. “

    Das stimmt so nicht. Auch nach katholischen Verständnis sind nicht nur bestimmte Menschen, sondern ALLE Christen heilig. Ein in Jesus Christus verstorbener Mensch kann von Katholiken um Fürsprache gebeten werden. Dies haben einige Nonnen getan – sie haben den verstorbenen Johannes Paul II um Fürsprache für eine kranke Mitschwester gebeten.

    Heiligsprechungen sind lediglich die offizielle Bestätigung, dass ein verstorbener Christ heilig ist und somit öffentlich und in der Liturgie verehrt und um Fürsprache gebeten werden kann. Damit wird aber NICHT gesagt, dass alle anderen nicht heilig sind.

      1. Hallo Angelika,
        danke für die Richtigstellung. Das war in der Tat nicht präzise ausgedrückt.
        Nico

    1. Kleiner Nachtrag: Richtig ist, wie Ansgar Hörsting sagt, dass die offizielle Lehre der Kirche das so sagt (vgl. Katechismus der katholischen Kirche, 946-948). Das ist aber nur die eine Seite der Medaille.
      Kirchengeschichtlich war es laut den Quellen durchaus so, dass allmählich nur noch bestimmte Christen als „heilig“ angesehen wurden.
      Die offizielle Dogmatik der RKK würde ich eher als Reaktion auf die Herausbildung der Reliquien- und Heiligenverehrung verstehen – und nicht anders herum. Sozusagen als nachträglich ergänzte dogmatische Absicherung der vorhandenen Praxis.

  6. Hallo Ansgar!

    Preach it, brother! Ich hab mich auch sehr erschrocken, nein, eigentlich hat es mich verärgert, dass solche Selig- und Heiligsprechungen immer noch stattfinden.

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