Glaube am Montag – Medienkonsum

In einer Statistik (Willow Magazin 4/2011, S. 28f) habe ich gelesen, womit ein Deutscher mit 80 Jahren durchschnittlich seine Zeit verbracht hat. Interessant! 30 Jahre davon mit Medienkonsum, 24,4, Jahre mit Schlafen, 7 Jahre Arbeiten, 5 Jahre Essen, 2 Jahre und 6 Monate im Auto, 9 Monate spielt er mit seinen Kindern, 3 Monate Vereinssitzungen, 2 Wochen Küssen und 2 Wochen Beten. Unter der Statistik steht der Satz aus 1.Kor. 10,31: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre
Es gibt natürlich individuelle Abweichungen von diesen Werten und ich weiß nicht im Detail, wie die Statistik zustande gekommen ist. Dennoch bleiben Fragen: Womit will ich meine Zeit verbringen? Will ich Veränderungen vornehmen? Wenn ich mit Gott im Alltag leben will, dann möchte ich lieber mit Menschen zusammen sein, als vor dem Fernseher hocken. Jedoch ist es manchmal auch interessant oder entspannend den Fernseher anzustellen. Beten und Küssen dürfte gerne eine höhere Priorität haben als Vereinssitzungen. Andererseits können Vereinssitzungen nicht nur interessant sein, sondern gemeinsamen Zielen dienen.

Dann wurde mir klar, dass ich vieles gar nicht stark verändern kann. Schlafen, Arbeiten, Essen. Das umfasst Grundbedürfnisse und Grundtätigkeiten. Da geht es gar nicht darum, mehr oder weniger Zeit damit zu verbringen, sondern eben alles „zur Ehre Gottes zu tun“. Das kann eine Frage der Quantität, jedoch auch eine der Qualität sein.

Nun ist die Frage, was es in Bezug auf Medien bedeuten könnte, alles zur Ehre Gottes zu tun. Radiohören bei langen Autofahrten finde ich sehr interessant. Manche Sendung bildet, schöne Musik entspannt oder regt an. Der automatische Griff zum Radioknopf ist manchmal jedoch auch Flucht und Zerstreuung. Fernsehen kann sehr anregend sein. Manch guter Film hat meine Gedanken beflügelt oder meine Gefühle angerührt, andere Programme jedoch zur Passivität verleitet. Neulich sagten meine Frau und ich zueinander, es wäre nicht schlecht, wenn wir mehr „unbeschwerte Momente“ erleben würden. Danach gerieten wir zufällig in die Sendung „Schlag den Raab“ und erlebten genau solche Momente. Das tat gut. Was Gott auf keinen Fall ehrt ist, wenn ich „zappe“. Da vergeude ich Zeit und werde unruhig. Das gilt auch für das Internet, wo es passieren kann, dass ich von der einen auf die nächste Seite gerate und mich all das flüchtig gesehene eher verwirrt als mir hilft. Zu den Medien gehören Zeitungen: Eine gute Wochenzeitung gehört zu meinem Programm. Manchmal würde ich gerne ganz auf Medien verzichten. Dann denke ich wiederum, dass ich mich damit außerhalb einer wesentlichen Realität unserer Zeit stellen würde. Medien können heute eine Art der Kommunikation mit Menschen darstellen.

Was ehrt Gott? Was ist ein verantwortlicher Umgang? Darauf gibt es keine Antwort „von der Stange“ und doch muss ich ihr nachgehen. Es lohnt sich sehr, darüber nachzudenken, mit anderen zu sprechen, die hilfreichen oder auch lähmenden Erfahrungen auszutauschen und den Umgang mit Medien zu üben. In der Bibel ist darüber wenig direkt zu erfahren, weil das Medienzeitalter erst später anbrach. Umso beachtenswerter, dass Medienkonsum in der erwähnten Statistik ganz oben steht. Es lohnt sich also, rein statistisch, gerade beim Medienkonsum Gott zu ehren! Wie würde Jesus heute damit umgehen? Und wie können wir als Christen die Medien mitprägen? Denn sie bestimmen das Denken der Menschen tiefer, als häufig angenommen.

3 Kommentare zu „Glaube am Montag – Medienkonsum

  1. Guten Abend!

    „Glaube am Montag“ in Verbindung mit „Medienkonsum“ – eine interessante Mischung … .

    Seit ca. 4 Wochen habe ich TV weitestgehend aus meinem Leben verbannt und es geht mir richtig gut damit. Ich habe die Flut der Informationen, die Schnelligkeit der Bildwechsel und die oftmals sinnfreien Sendungen und Filme nicht mehr ertragen. Ab und an schalte ich hier an meinem Rechner den Fernseher an, wenn ich mir auf Bibel-TV oder Hope-Channel oder ERF etwas anschauen möchte aber das war mir in den letzten Wochen 3 oder 4 mal ein Bedürfnis gewesen. Ich höre abends sehr viel Lobpreis-Musik, singe, lese „unsortiert“ Bibel. Gerade spielt mein Media Player „Breathe“ von Mark Barnett und ich chille mit Jesus … . Einen Wermutstropfen gibt es. Mein Mann schaut jeden Abend FERN VON MIR und meinem Arbeitszimmer fern, kennt Jesus nicht. Ich hab ihn zum „chillen“ oder einfach zum reden eingeladen wenn er alleine ist oder ihm das Programm auf den Keks geht.

    Mal schauen wie Jesus das für mich (…ihn… uns…) lösen wird … .

    Nach Burnout habe ich vor ca. 1,5 Jahren (nachdem ich viele Jahre schon gläubig war …) dem Herrn mein Leben GANZ geschenkt. Nun genieße ich jeden Tag den er mir neu (zurück) schenkt und ATME FÜR IHN und SEIN Leben und es geht mir gut dabei und ich darf über lange Zeiträume erfahren, was es heisst „im Herrn zu ruhen“. Manchmal darf ich fliegen. Manchmal fliege ich mit Jesus, wenn er mir einen Menschen oder eine Situation vor die Füße gelegt hat und ich es mit ihm/durch ihn hinbekommen hab. Manchmal stolpere ich über seine Aufgabe hinweg und falle hin, weil ich sie nicht wahrgenommen hab oder weil ich sie falsch angepackt hab. Dann hilft ER mir auf und zeigt mir meine Fehler/meine Sünde und ich begreife mehr und mehr wofür er gestorben ist.

    Mit IHM zu fliegen ist schön und man fühlt sich frei und leicht und es baut auf aber von ihm aufgehoben werden bedeutet Wachstum in IHM und seit kurzer Zeit schätze ich das ebenso wie die Fliegerei … .

    Allerdings lässt sich ATMEN, FALLEN und FLIEGEN nicht auf den Montag beschränken, weil ER meinen Terminkalender verwaltet … .

    Gesegnete Nachtruhe.

    K.

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