Positionen

Wie man Christ wird.

durch den Glauben an Jesus Christus. Durch sein Leben und Tod hat jeder, der an ihn glaubt, echten Frieden mit Gott. Dieser Glaube ist das Vertrauen in seine Macht und Liebe, in sein wirksames Opfer am Kreuz, an dem er für die Sünden der Menschen starb. Er ist zugleich die verändernde Kraft, durch die sich das Leben umgestaltet. Auch diese Umgestaltung gehört – bei aller mangelnden Vollkommenheit und bleibender Menschlichkeit – zum Christsein.

Wie man Christ bleibt

Auch hier gilt: durch den Glauben an Jesus Christus. Er konkretisiert sich im alltäglichen Leben und der Nachfolge. Und er braucht immer wieder die Erneuerung im Gottesdienst, in der Feier des Abendmahls, im Gebet, in der Gemeinschaft mit anderen Christen und in der Herausforderung, den Glauben zu bezeugen. Dabei ist für mich immer klar: Auch glauben kann ein Mensch nur durch den Geist Gottes.

Gemeinde / Kirche

Eine der für mich grundlegenden Erkenntnisse aus der Bibel lautet: Gemeinde ist Gemeinschaft der Glaubenden, also derer, die Christen geworden sind und somit durch den Glauben Kinder Gottes. Jede Kirche, die das übergeht, baut auf wackeligem Grund. Darin unterscheidet sich Freie evangelische Gemeinde von den klassischen „Volkskirchen“. Wichtig: natürlich gibt es in allen Kirchen Christen! Ich lerne immer mehr von ihnen in allen Kirchen schätzen. Und natürlich ist in Freien evangelischen Gemeinden nicht die „perfekte“ Kirche realisiert. Aber die biblische Vorstellung von Gemeinde als Gemeinschaft der an Christus glaubenden soll Leitlinie sein, an der wir uns orientieren.

Gesellschaftliche Pluralität

In einer Gesellschaft müssen verschiedenste Interessen und Personen miteinander existieren können, manchmal auch nur nebeneinander her. Die Verfassung der Bundesrepublik beschreibt dabei einen guten Rahmen an Freiheit einerseits, aber auch Verantwortung füreinander andererseits, was zugleich eine Grenze der Freiheit darstellt. Toleranz wird nur dort eingeübt, wo anders gedacht oder gelebt werden darf. Toleranz darf nicht verwechselt werden mit der Schaffung einer Einheitsmeinung. Ich stehe für Pluralität. Für sie muss eingestanden werden. Das heißt auch: Menschen aller Glaubensrichtungen haben Religionsfreiheit in Deutschland. Und es heißt: Diese Freiheit reicht nur so weit, wie sie anderen dieselbe Freiheit gewähren.

Kirche und Gesellschaft

Freie evangelische Gemeinden verstehen sich als Gemeinschaft von Glaubenden. Damit sind sie einerseits in einer anderen, göttlichen Realität zu Hause. Andererseits leben sie mitten in dieser Gesellschaft. Diese doppelte Realität beschreibt eine nicht aufzulösende Grundspannung. Kirche/Gemeinde ist ein Teil der Gesellschaft, aber ihr immer auch fremd. Ich bin überzeugt, dass wir als Christen in die Gesellschaft hineinwirken sollen, denn wir sind ein Teil von ihr: helfend, überzeugend, verändernd und vor allem: voll mit Liebe.

Soziale Marktwirtschaft

Das Konzept der sozialen Marktwirtschaft halte ich für ein geeignetes theoretisches Konzept wirtschaftlichen Handelns, dass in der Praxis einerseits genügend Freiheit und Selbstverantwortung gibt, andererseits genügend Gemeinsinn und notwendige Regulierungsmechanismen. Jede Einseitigkeit verhindert eine gesunde Entwicklung wirtschaftlichen Handelns.

Bundesrepublik Deutschland

Wir können dankbar sein für die Jahrzehnte des Friedens und der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Vor allem wenn man die Verhältnisse in vielen anderen Ländern dieser Erde sieht, wird man dankbar für die Zustände, wie sie sind. Auch die beste Verfassung und Staatsführung schaffen kein Paradies auf Erden. Mit der manchmal überzogenen Erwartung an den Staat überfordern wir ihn. Die demokratische und freiheitliche Gesellschaft verdient es – um des Menschen willen – gefördert zu werden. Sie lebt vom Gemeinsinn ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Friedensethik

Die eben beschriebene Spannung zeigt sich auch in der Frage nach staatlicher Gewalt (sowohl intern als auch gegenüber anderen Staaten). Einerseits sind Christen gebunden an den Respekt vor allem Leben, bis hin zur Feindesliebe. Andererseits sind sie als Bürger ihres Landes loyal und wollen mit dazu beitragen, dass „das Böse nicht überhand“ gewinnt. Deswegen halte ich eine kontrollierte Gewaltausübung des Staates – und für Christen in dessen Auftrag – für verantwortbar. Er wird, wie jeder Mensch, dabei schuldig und bleibt angewiesen auf die vergebende Barmherzigkeit Gottes. Die erste Berufung von Christen besteht darin, Friedensstifter zu sein: im alltäglichen Leben wie auch in globalen Konflikten.

Letzte Dinge

Auch wenn man darüber allgemein nicht mehr gerne spricht so halte ich mit den altkirchlichen Bekenntnissen, die sich damit auf die Bibel stützen, fest: Gott wird am Ende der Zeit Gericht halten. Die dann Lebenden und die Toten werden sich vor ihm verantworten. Allein das Vertrauen in Jesus Christus wird retten. Das, was in modernen Ohren veraltet klingt, wird sich dann als aktuell erweisen. Gott wird dann „einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, in denen Gerechtigkeit wohnt“ (1.Petrus 3;13). Mit diesem Vertrauen kann der einzelne Mensch seinen persönlichen letzten Schritt, den des Todes, getrost gehen.

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